Smarthome 2.0 Steuerung und Überschussberechnung

Allgemeine Fragen zum Thema SmartHome in openWB
okaegi
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Re: Smarthome 2.0 Steuerung und Überschussberechnung

Beitrag von okaegi »

Ich hab konkrete Ideen bezüglich der Umsetzung. Ich bin dankbar, wenn die neuen funktionen wie periodisch abschalten getestet würden (mit rückmeldung im Forum), da mir nicht immer klar ist, wie häufig eine einzelne Funktion nachgefragt wird.
Gruss Oliver
Entwickler- openWB (ehrenamtlich) / Feedback zu entwickelten Funktionen immer erwünscht...
philipp123
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Re: Smarthome 2.0 Steuerung und Überschussberechnung

Beitrag von philipp123 »

Sorry Oliver dass ich noch meine Rückmeldung bis jetzt nicht gegeben hatte. :?

Periodisch Abschalten funktioniert bei mir. Ich habe nur das Problem, dass dann Verbraucher, die beim Laden nicht abgeschaltet oder reduziert werden sollen dann trotzdem natürlich abgeschaltet werden und dann logischer Weise nicht mehr anlaufen, solange geladen wird.

Also kein Problem in der Implementierung sondern in der Wirkung der Logik, die sie für manche Use-Cases bei mir nicht verwendbar macht. Wäre hier bei einer echten Priorisierung sofort dabei und stehe auch als Tester von Anfang an zur Verfügung.

Das zweite Thema, dass ich neu eingesetzt habe war die manuel konfigurierbare Schwelle bei kein Gerät mit separater Leistungsmessung. Die 50W waren bei mir zu hoch für meine Geräte. Funktioniert bei mir genau so wie es soll. Bei einem Gerät bei mir ideal mit 1Watt, beim anderen super mit 2 Watt.

Danke dir für deine Arbeit!
Gero
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Re: Smarthome 2.0 Steuerung und Überschussberechnung

Beitrag von Gero »

Auch von mir ein großes Dankeschön für Deine Arbeit.

Ich habe das mit dem Ausschalten auch mal ausprobiert, es ist mittlerweile so warm dass der große Heizlüfter des Thermostats wegen nicht mehr so recht anspringen will. So kann ich mit den Verbrauchswerten nicht so recht nachvollziehen, ob's so funktioniert wie gewünscht. Die kleinen laufen aber weiter fröhlich vor sich hin. Ich finde die Logik dahinter aber auch eher so "Holzhammermethode": Einfach mal ausschalten und kucken ob sich ein anderer den Überschuss beim nächsten Mal schnappt. Besser fände ich, wenn die aktuell aufgenommene Leistung eines Ausschaltkandidaten das triggern würde. Also nur ausschalten, wenn ein anderes, gerade ausgeschaltetes Gerät diese Leistung zur Erreichung der Einschaltschwelle bräuchte. Und dann bräuchte man auch den zeitlichen Faktor "stündlich" nicht und hätte implizit eine Priorisierung.

Aber ich verstehe schon die Problematik dahinter: Man müsste sich das leistungsbezogene Ausschalten je Gerät bis in die nächste Regelschleife merken, damit dann die anderen diese freigewordene Leistung ohne Einschaltverzögerung auch nehmen. Nicht dass dann wieder das gerade abgeschaltete Gerät angeschaltet wird, nur weil das die kleinere Einschaltverzögerung hat. Vielleicht wäre es auch sinnvoll, die eben abgeschalteten Geräte im aktuellen "Prio-"Schleifendurchlauf zu überspringen. Die Ausschaltverzögerung bei den ausgeschalteten Geräten würde ich beachten, damit nicht zu viele Schaltvorgänge passieren.
Micha982
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Re: Smarthome 2.0 Steuerung und Überschussberechnung

Beitrag von Micha982 »

Ich kenne mich leider in der Programmierung der openWB und damit deren internen Abläufe nicht aus. Was bedeutet:
Man müsste sich das leistungsbezogene Ausschalten je Gerät bis in die nächste Regelschleife merken
?

Mein Vorschlag wäre ja, einen "virtuellen" Überschuss zu erzeugen, in der Höhe, die die abgeschaltet Geräte freigeben würden. Falls das gerätebezogen gehen würden, könnte man diese Leistung dann einem Prio-1 Gerät dzur Verfügung stellen und nach einer Zeit x prüfen, ob das Gerät angesprungen ist (sieht man ja dann auch am Bezug oder sofern vorhanden an der Leistungsmessung). Läuft das Gerät an, werden die Geräte abgeschaltet, die den "virtuellen" Überschuss bereitgestellt haben und die Bilanz wäre wieder in Ordnung.
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Gero
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Re: Smarthome 2.0 Steuerung und Überschussberechnung

Beitrag von Gero »

Kuck mal ins Smarthome-Log. Da siehst du, wie alle Geräte der Reihe nach auf ein- oder ausschalten geprüft werden. Alle 10s auf‘s Neue. Das ist das, was ich mit Regelschleife meine.

Dein Vorschlag geht auch in die Richtung, denn doe smarthome-Devices, die beim Autoladen abgesxhaltet werden, aind dort als „abschaltbare Leistung“ aufsummiert. Man müsste halt eine zweite „abschaltbare Leistung“ führen, die dann nicht gegen Autoladen sondern die Prio-Geräte gerechnet wird.

Aber Oliver steckt da tiefer drin und erkennt sicherlich auch direkt die möglichen Komplikationen.
okaegi
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Re: Smarthome 2.0 Steuerung und Überschussberechnung

Beitrag von okaegi »

Hm...ich denk grad an die Steuerung

Mal so als idee

Wir definieren eine Abschaltgruppe 1 und eine Einschaltgruppe 1.
Man kann jedes Gerät zu einer oder keiner Gruppe hinzufügen.
1) A= Nach der normalen Steuerung wird die Summe der aktuelle Leistungsaufname der Auschaltgruppe 1 gerechnet.
2) E= Ebenso wird die gesamt Summe Einschaltschwelle der Einschaltgruppe 1 gerechnet.
3) Sofern nun die A + sonstiger Überschuss > E und alle Geräte der Einschaltgruppe 1 aus sind, wird für die ganze Gruppe A die Auschaltverzögerung gestartet, die Ausschaltverzögerung ist die grösste Ausschaltverzögerung alle Geräte in der Abschaltgruppe 1.
5) Sofern die Ausschaltverzögerung durchläuft und immer A + sonstiger Überschuss > E werden alle Geräte der Abschaltgruppe 1 ausgeschaltet.
6) Dann wird die grösste Einschaltverzögerung ermittelt
7) nun wird während der Einschaltverzögerung nur das Einschalten der Geräte der Einschaltgruppe 1 zugelassen

Etwas kompliziert... hm was meint ihr ?
Gruss Oliver
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Micha982
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Re: Smarthome 2.0 Steuerung und Überschussberechnung

Beitrag von Micha982 »

Etwas kompliziert... hm was meint ihr ?
Ich musste es schon mehrmals lesen und bin mir noch nicht sicher, ob ich es richtig verstanden haben ;-)

Wenn ich meine Wärmepumpe der Einschaltgruppe 1 zuordne (wäre ja dann sozusagen Prio 1), dann würden die Geräte der Abschaltgruppe 1 ausgehen, wenn genug Leistung da wäre, um die Einschaltgruppe 1 zu starten. Bei meiner Wärmepumpe wäre dann aber das Problem, dass sie diese Leistung nicht gebrauchen kann, wenn der Speicher noch "warm" ist. Somit würden die Geräte der Abschaltgruppe 1 zwar regelmäßig ausgehen, aber das würde nicht zwingend mit einem Start der Verbraucher der Einschaltgruppe 1 einhergehen.
6) Dann wird die grösste Einschaltverzögerung ermittelt
Sollte meine Wärmepumpe eine Einschaltverzögerung von 10 Minuten (damit sie nicht bei jedem Sonnenstrahl anspringt) haben, dann würde in dieser Zeit der Überschuss nicht verwertet werden.
Damit hier dann keine Endlosschleife entsteht, müsste dann auch eine Art Sperrzeit definiert werden, in welcher diese Überprüfung stattfindet, oder?
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Gero
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Re: Smarthome 2.0 Steuerung und Überschussberechnung

Beitrag von Gero »

Ich finde die Idee mit den Ein- und Ausschaltgeuppen gut. Auch die Logik mit der Art und Weise der Berücksichtigung der Ein- und Ausschaltverzögerung passt meiner Meinung nach.

Allerdings schreckt die Erklärung des Algorithmus eher ab. ;-)

Eigentlich sind ja die Geräte in der Abschaltgruppe die Prio2-Geräte, denn die werden ja bevorzugt, in Reihenfolge ihrer Ausschaltverzögerung ausgeschaltet, um Geräten der Prio1-Geräte (Einschaltgruppe) ihre momentan aufgenommene Leistung zur Verfügung zu stellen.

Was ich jetzt noch nicht ganz verstanden habe, ist was die Geräte ohne Gruppenzuordnung so machen: eigentlich müssten sie ja sozusagen Prio 0 haben, denn sie wurden ja schon vor den Geräten in der Einschaltgruppe eingeschaltet. Oder?

Ich gehe in meinem Verständnis davon aus, dass Ein- und Ausschaltgruppe disjunke Mengen sind. Ich denke, sonst wird es zu kompliziert.
okaegi
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Re: Smarthome 2.0 Steuerung und Überschussberechnung

Beitrag von okaegi »

Also ich hab mal über den Feedback nachgedacht und denke wir können das perioisch ausschalten mit reinnehmen. Ich versuch noch mal eine andere Formulierung.
Wir definieren eine Auschaltgruppe.
Das sind die Pri 2 Geräte.
Dann definieren wir eine Einschaltgruppe. Das sind die Prio 1 Geräte.
Alle 30 Minuten / zu jeder vollen Stunde wird überprüft:
Ob die Geräte der Einschaltgruppe aus sind und die Einschaltschwelle alle Geräte der Einschaltgruppe grösser der aktuellen Leistungsaufnahme der Ausschaltgruppe + Überschuss ist.
Wenn ja, wird die Auschaltgruppe abgestellt (ohne Auschaltverzögerung) und openwb ermittelt dann die Einschaltverzögerung der Einschaltgruppe.
Dann wird während der Einschaltverzögerung nur zugelassen das sich die Geräte der Einschaltgruppe einschalten.

Beispiel:
Auschaltgruppe
Heizlüfter 1000 Watt Leistungsaufnahme
Bautrockner 2000 Watt Leistungsaufnahme
Einschaltgruppe
3000 Watt Einschaltschwelle Wp, Einschaltverzögerung 5 Minuten

Sonstige Gartenbrunnen 1000 Einschaltschwelle 2 Minuten

Um
8:45
Heizlüfter und Bautrockner laufen, wp nicht
9:00 2000 Watt Solarüberschuss und 1000 Watt Heizlüfter, 2000 Watt Bautrokner - > gesamt 5000 Watt, mehr als Wp braucht
Heizlüfter und Bautrockner gehen aus.
Bis 9:05 kann Wp anspringen, keine Sonstigen Geräte werden zwischen 9:00 und 9:05:geprüft. Wenn wp nicht angegeht gehen halt um 9:05 der Bautrokner und der Heizlüfter wieder an.
Das gleiche findet dann um 9:30 10:00 statt Geräte werden nur abgestellt, wenn die Geräte der Einschaltgruppe aus sind und genügend Leistung da ist.
Gruss Oliver
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Micha982
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Registriert: Di Jan 04, 2022 12:38 pm

Re: Smarthome 2.0 Steuerung und Überschussberechnung

Beitrag von Micha982 »

Hallo Oliver,

das hört sich nach einer tollen Weiterentwicklung an!

Wäre es hier nicht noch möglich, die virtuelle Leistung vor dem Abschalten, den Einschaltgeräten zur Verfügung zu stellen - als Offset vielleicht. So könnte man bevor man die Geräte abstellt, prüfen ob Geräte anspringen?


Viele Grüße
Michael
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